Babyfenster
Hilfe für Mutter und Kind
Bereits im Jahr 2001 eröffnete das Katharinen-Hospital das erste Babyfenster im Bereich Unna-Hamm. Es gibt Müttern in Notsituationen die Chance, ihr Kind in die sichere Obhut eines Krankenhauses geben zu können. Gleichzeitig existiert die Möglichkeit der "Anonymen Geburt" am Katharinen-Hospital sowie das Angebot für hilfesuchende Schwangere, sich vor und auch nach einer Geburt - ebenfalls auf Wunsch anonym - in die Obhut des Hauses begeben zu können. Mit einer enorm großen Welle an Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung wurde die Finanzierung des Projektes innerhalb weniger Monate erreicht. Zahlreiche Spenden kamen von Bürgern, Vereinen und Verbänden aus Unna. Außerdem haben viele Mitarbeiter des Hauses durch Arbeit für einen Basar und auch private Spenden diese Realisierung ermöglicht.
Projekt Findelbaby
Vorbildcharakter hatte dabei die bundesweit anerkannte Arbeit des Projekts "Findelbaby" (SterniPark) aus Hamburg. In Deutschland hat dieser Verein, der auch das Katharinen-Hospital mit Know-How stark unterstützt, die Themen Babyklappen und anonyme Geburt publik gemacht. Kritikern sagt Leila Moysich, Pressesprecherin des Projektes, die in Hamburg bereits viel mit Betroffenen gearbeitet hat: „Vor Missbrauch muss sich niemand fürchten. Keine Frau macht es sich leicht, ihr Kind anonym abzugeben. Es sind absolute Notsituationen, in denen andernfalls schlimmere Dinge wie Aussetzung und Gefahr für das Leben von Mutter und Kind drohen.“ Genau um diese Notsituationen geht es den Verantwortlichen im Katharinen-Hospital.
Vielfältige Betreuungsangebote
Sollte ein Kind im Babyfenster abgegeben werden, wird dieses anonym geschehen. Ein – zeitverzögerter – Alarm wird im Com-Center des Krankenhauses ausgelöst. Säuglingsschwestern und Ärzte holen das Kind spätestens nach fünf Minuten aus dem Wärmebettchen am Babyfenster und übernehmen sofort die Versorgung. Neben dem Bettchen liegen für die Eltern ein Brief mit Betreuungsangeboten und ein unverwechselbares Identifikationszeichen bereit, deren Gegenstück im Krankenhaus sicher verwahrt wird. Innerhalb von acht Wochen kann die Mutter sich entscheiden, ihr Kind doch zurück zu holen. Erst danach beginnt das offizielle Adoptionsverfahren.
Das Katharinen-Hospital ist an die bundesweite Notrufnummer des SterniPark Hamburg angeschlossen. Über die kostenlose Nummer 0800-4560789 können sich rund um die Uhr Hilfesuchende melden.
Mehr zum Thema finden Sie hier. http://www.sternipark.de








