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MRSA (Methicillin-resistenter Staph. aureus)

In Nordrhein-Westfalen haben sich viele medizinische Einrichtungen in einem MRSA-Netzwerk zusammengeschlossen, um das Übertragungsrisiko zu vermindern. Die wichtigsten Hygienemaßnahmen, insbesondere die konsequente Umsetzung der Händedesinfektion, sind einheitlich geregelt.
Je nach Fachgebiet, räumlichen und personellen Gegebenheiten einer Einrichtung können weitere Maßnahmen wie z.B. die Art der Unterbringung der Patienten, die Verwendung eines Mund-Nasen-Schutzes und eines Schutzkittels hinzukommen. Daher ist es möglich, dass Sie in verschiedenen Einrichtungen unterschiedliche Erfahrungen im Umgang mit MRSA machen. Die qualitative Versorgung der Patienten wird dadurch nicht beeinflusst.

Ihnen ist mitgeteilt worden, dass bei Ihnen bzw. bei Ihrem Angehörigen ein „MRSA“ nachgewiesen wurde bzw. dass Sie eine „MRSA-Kontaktperson“ sind. Dies kann für Ihren weiteren Aufenthalt zur Folge haben, dass zusätzliche Hygienemaßnahmen ergriffen werden. Mit diesem Merkblatt möchten wir Sie informieren und Ihnen helfen, einige Fragen zu MRSA zu beantworten.

Was ist Staphylococcus aureus (S. aureus)?
Ein Bakterium, das häufig bei gesunden Personen in der Nase und auf der Haut vorkommt, ohne eine Erkrankung zu verursachen (Besiedlung). Diese wissen in der Regel nicht, dass sie Träger von S. aureus sind, da es weder für ihn noch für seine Angehörigen ein Problem darstellt.

MRSA (Methicillin Resistenter Staphylococcus Aureus)
Ist ein widerstandsfähiges Bakterium, das auf unbelebten Oberflächen (Türklinken, Telefonhörer, Tische, Kleidung, Arbeitsplatten, Fußböden) über Tage überlebensfähig ist. Es weist Resistenzen gegenüber den meisten Antibiotika auf und ist daher schwerer zu behandeln.

Was ist der Unterschied zwischen einer Besiedlung und einer Infektion?
Menschen, die auf ihrer Haut oder Schleimhäuten MRSA tragen, ohne krank zu werden, sind besiedelt. In speziellen Situationen (Verletzung) kann MRSA in andere Körperbereiche eindringen und sich vermehren (= Infektion). Besonders gefährdet für eine Infektion sind Personen mit chronischen Hauterkrankungen, Diabetes, Dialyse, Katheterträger, Infusionstherapie oder mit offenen Wunden, nach Operationen oder während einer Chemo- oder Strahlentherapie.

Wie kann man MRSA behandeln?
Für die Behandlung einer bakteriellen Infektion wird ein Antibiotikum ärztlich verordnet. Manche Bakterienstämmer von S. aureus weisen jedoch eine hohe Wi-derstandsfähigkeit = Resistenz gegenüber den Antibiotika  auf (z.B. MRSA).

Wo wird MRSA gefunden?
Der Mensch ist das Hauptreservoir. Am häufigsten kommt MRSA wie die anderen S. aureus in der Nase und im Rachen vor. Darüber hinaus ist er in der Achsel, im äußeren Gehörgang, in der Leiste und am Darmausgang zu finden. S. aureus einschließlich MRSA kommt auch bei Rindern, Schweinen, Pferden, Haustieren wie Katzen und Hunden vor. Ähnlich wie Menschen können Tiere MRSA-Träger sein, ohne daran zu erkranken.

Wie wird MRSA übertragen?
MRSA kann durch direkten Kontakt (Hände), durch Anhusten sowie Anfassen von verunreinigten Gegenständen oder Textilien (Bettwäsche) von Mensch zu Mensch als auch von Mensch zu Tier und umgekehrt übertragen werden.

Woran kann man MRSA erkennen?
Eine Besiedlung mit MRSA ist äußerlich nicht erkennbar.
Bei einer Infektion gibt es keine speziellen Krankheitssymptome, die für eine MRSA-Infektion beweisend sind. Hierzu ist immer eine mikrobiologische Untersuchung (Nasen- oder Rachen-Abstrich, Wundabstrich, Blutkultur) notwendig.

Was sind Risikofaktoren für eine Besiedlung mit MRSA?
MRSA kann sich besonders gut auf Haut und Schleimhäuten dauerhaft ansiedeln, wenn besondere Faktoren, sog. Risikofaktoren, vorliegen: Antibiotikatherapie, , Hochbetagte u/o Pflegebedürftige, Patienten mit Ernäh-rungssonden, Schlauchsystemen, Diabetiker und offenen chronischen Wunden. Auch ein zurückliegender MRSA-Nachweis steigert das Risiko einer dauerhaft Besiedlung.

Was bedeutet es, MRSA-besiedelt zu sein?
MRSA stellt im normalen Alltag und im häuslichen Umfeld keine Gefahr dar. Soziale (auch innige) Kontakte  können gepflegt werden. Der Besuch von Schwimmbädern, Saunen und Fitnessstudios ist unter Beachtung der üblichen persönlichen Hygiene ohne Einschränkung möglich. Kontakte mit Schwangeren und Kindern stellen keine besondere Gefährdung dar. Zur Verhinderung einer Übertragung ist die Einhaltung einer konsequenten Händehygiene zu beachten: Händewaschen nach dem Toilettengang, nach Husten, Schnupfen, Niesen und Naseputzen. Ein routinemäßiger Einsatz von Desinfektionsmitteln (Händedesinfektionsmittel, desinfizierende Reiniger) ist im häuslichen Umfeld jedoch nicht notwendig!

Wie kann man sich von einer MRSA-Keim-Besiedlung befreien?
Gesunde Menschen verlieren im häuslichen Umfeld in der Regel ihre Besiedlung von allein.

Vor einem Krankenhausaufenthalt oder vor speziellen Untersuchungen ist der behandelnde Arzt bzw. das Pflegepersonal bitte darüber zu informieren, wenn  man MRSA-Träger ist (oder war). Es wird dann eine Untersuchung zur Feststellung des aktuellen MSRA-Trägerstatus durchgeführt.

Ist es notwendig, Ergänzungen zu den üblichen  Hygienemaßnahmen durchzuführen?
Es kann notwendig werden, ergänzende Maß-nahmen im Rahmen der Pflegeplanung individuell patientenbezogen zu beschließen. Es kann notwendig werden bei einer MRSA-Infektion, Sie zeitweise in einem Einzelzimmer oder gemeinsam mit anderen MRSA-Trägern unterzubringen. Bei unkontrolliertem Abgang von Körperflüssigkeiten und Sekreten kann es zum Schutz der Mitarbeiter notwendig sein, dass sie einen Schutzkittel, Mund-Nasen-Schutz und Handschuhe tragen. Die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung der Übertragung von MRSA stellt die korrekte und konsequente hygienische Händedesinfektion dar. Zusätzliche, über die üblichen Hygienemaßnahmen hinausgehende Maßnahmen sind je nach Erkrankung mit MRSA in der Regel während der Infektionsphase durchzuführen und damit zeitlich befristet.

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