Operative Verfahren
Bei Brustkrebs ist sehr häufig eine Operation notwendig. In welchem Umfang diese erfolgt und welche Operationsmethoden angewendet werden, hängt von den individuellen Voraussetzungen ab. So spielen beispielsweise die Lage und Größe des Tumors sowie die Brustform eine Rolle. Durch die guten diagnostischen Möglichkeiten wird Brustkrebs heutzutage meistens früh genug erkannt, um eine brusterhaltende Operation durchzuführen. Dabei wird der Tumor mit einem Mantel aus normalem Brustgewebe entfernt. Dieser Eingriff kann häufig minimal-invasiv vorgenommen werden. Seltener ist der Brustkrebs so weit vorangeschritten, dass eine Entfernung des Brustdrüsenkörpers notwendig ist. In diesem Fall bietet die moderne Plastische Chirurgie gute Möglichkeiten, die Brust zu rekonstruieren – entweder mit körpereigenem Gewebe oder durch Einlage von alloplastischem Material (Prothesen).
Sprechstunde für plastisch-rekonstruktive Mammachirurgie
Im Zusammenhang mit der Brustrekonstruktion nach einer Krebserkrankung treten häufig viele Fragen bei den Patientinnen auf. Ausführliche Antworten darauf geben wir in der Sprechstunde für plastisch-rekonstruktive Mammachirurgie, die wir in Zusammenarbeit mit Experten der Plastischen Chirurgie anbieten. Anmeldung: Sekretariat Plastische Chirurgie, Tel. 02303 / 100-1846.
Schonendes Wächterlymphknoten-Verfahren
Um unsere Patientinnen operativ möglichst wenig zu belasten, setzen wir das Wächterlymphknoten-Verfahren ein. Das kann Patientinnen unter Umständen das Entfernen des gesamten Lymphknotengewebes in den Achselhöhlen ersparen. Die Lymphknoten werden vor dem Eingriff mit gering strahlenden radioaktiven Substanzen sichtbar gemacht. Auf diese Weise können sie gezielt entnommen und untersucht werden. Es wird zunächst nur ein einzelner Lymphknoten entfernt, um festzustellen ob die Tumorzellen dorthin gestreut haben. Eine größere Operation mit der Entfernung aller Lymphknoten wird somit nur durchgeführt, wenn es tatsächlich notwendig ist.
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