Behandlung

Unser Ziel ist, die Nierenfunktion so weit wie möglich medikamentös aufrechtzuerhalten. Falls dieses nicht (mehr) möglich ist, erfolgt eine Nierenersatztherapie (Dialyse). Wir können im Katharinen-Hospital unseren Patienten modernste Verfahren auf einer Dialysestation mit 14 teilstationären Plätzen anbieten. Wichtig ist uns, den Dialysepatienten eine möglichst hohe Lebensqualität zu ermöglichen.

Bei der Dialyse wird das Blut durch ein spezielles Gerät außerhalb des Körpers entgiftet. Die Dialyse ist somit eine künstliche Blutwäsche. Substanzen und Wasser werden normalerweise im Harn ausgeschieden. Bei der Dialyse werden diese durch eine Membran herausgefiltert und entfernt. Für eine bessere Verträglichkeit gleichen wir während der Dialyse den Säure-Basenhaushalt durch die Zuführung von Bicarbonat aus. In der Regel wird der Patient dreimal pro Woche dialysiert. Die Behandlung dauert vier bis fünf Stunden.

Im Katharinen-Hospital werden modernste Dialyseverfahren eingesetzt. Dazu zählen:

  • die Dialyse: durch die Zuführung von Bicarbonat wird die Dialyse besser verträglich
  • Hämofiltration: Blutwasser wird über eine Membran abgepresst und anschließend Elektrolytlösung zurückgeführt
  • AFB (Acetatfreie Dialyse): sie wird bei Schwerstkranken wegen der besseren Verträglichkeit eingesetzt.
  • SN-Dialyse (Single-Needle Dialyse; Einzelnadel-Dialyse)

AFB-Dialyse
Die Hämodialyse ist das allgemein übliche Verfahren zur Dialyse, da dafür weniger aufwändige Apparaturen notwendig sind als für die Hämodiafiltration. Trotzdem haben wir uns im Katharinen-Hospital zugunsten der Patienten für eine besondere Art der Hämodiafiltration entschieden - die so genannte AFB-Dialyse. Das Besondere der AFB-Dialyse ist, dass ein völlig acetatfreies (pufferfreies) Hämodialysekonzentrat mit gleichzeitiger Infusion von sechs Litern Natriumbikarbonatlösung im Postilutionsverfahren angewendet wird. Das bedeutet, dass auch die Dialyseflüssigkeit pufferfrei ist. Ein wichtiger Erfolg dieses Verfahrens ist, dass der Blutdruck des Patienten während der Behandlung stabil bleibt.

Haemocontrol
Wir setzen während der Dialyse ein in die Dialysemaschine integriertes System ein, das permanent das Blutvolumen misst und das überschüssige Wasser entfernt. Dieses System erkennt einen kritischer Hydrationszustand des Patienten schon im Vorfeld, das heißt, bevor Komplikationen auftreten, und steuert automatisch gegen. Dadurch kommt es seltener zu unangenehmen Begleiterscheinungen während der Dialyse. Auch nach der Behandlung fühlen sich viele Patienten besser als bei einer herkömmlichen Dialyse. Gegenüber der Standard-Dialyse kann dieses Verfahren vielen Patienten eine verbesserte Lebensqualität bieten.

BCM
Patienten, bei denen die Niere nicht mehr richtig arbeitet, haben häufig zu viel Wasser im Körper. Um die Überwässerung im Körper festzustellen, wenden wir im Katharinen-Hospital den Body Composition Monitor (BCM) an. Mit Hilfe dieses Gerätes können alle relevanten Werte innerhalb weniger Minuten analysiert werden, um die nachfolgende Dialyse hinsichtlich des Wassermanagements und Ernährungszustands entsprechend anzupassen. Damit bietet der Body Composition Monitor (BCM) den Dialyse-Patienten noch mehr Sicherheit.

Ambulanter Katheter
Der Vorhofkatheter ist ein Übergangskatheter (getunnelter Katheter) für Patienten, die andialysiert werden. Er wird bei uns meistens ambulant und in örtlicher Betäubung und nicht – wie häufig üblich – im OP und mit stationärem Aufenthalt implantiert. Dieses Verfahren erfolgt in unserem Katheterlabor und die korrekte Lage wird mit Kontrastmittel kontrolliert. Dabei werden auch der zentrale Venendruck und die Druckwerte im rechten Herzen gemessen.  

Der Vorhofkatheter ist eine gut verträgliche Überbrückung, bis ein Shunt angelegt wird, weil die Infektionsrate minimiert wird. Er kann parallel verbleiben, bis der Shunt einwandfrei funktioniert. Der leitende Oberarzt der Dialyseabteilung, Dr. Andreas Schleser, hat die Technik, den Katheter einzuführen, speziell weiterentwickelt. Er hat sich Wissen und Hilfsmittel aus der Kardiologie adaptiert, um den Katheter präzise zu platzieren. Voraussetzung für das von Dr. Andreas Schleser gewählte Verfahren ist ein interdisziplinäres medizinischen Know-how sowie die Nutzungsmöglichkeit eines Linksherzkathetermessplatzes. Die spezielle Methode sorgt dafür, dass - im Gegensatz zu anderen Methoden - kein Risiko einer Luftembolie besteht. Die Implantation des Katheters wird durch Kontrastmittel und bildgebende Verfahren im Linksherzkathetermessplatz überwacht.

Shunt
Shunt ist Englisch und heißt so viel wie "Kurzschluss" oder "Verbindung". Während einer kleinen, meist ambulanten Opertaion wird ein Zusammenschluss von Aterie und Vene zumeist am Ober- oder Unterarm angelegt. Durch den Shunt wird Blut entnommen und zum Dialysegerät geleitet. Der Shunt wird in der Regel dreimal in der Woche punktiert, um das Blut zu reinigen. Bis der Shunt einwandfrei funktioniert, bleibt bei den Patienten der Vorhofkatheter liegen. Im Katharinen-Hospital werden Shuntflussmessungen durchgeführt, um die einwandfreie Funktion zu überprüfen.

Hohe Hygienestandards
In enger Absprache mit unserer Hygienefachkraft und beratenden Hygienefachärztin halten wir in der Dialyseabteilung besonders hohe Hygienestandards ein. Uns ist es ein besonderes Anliegen, das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Unser Pflegepersonal setzt   unsere umfangreichen Hygienevorkehrungen, die wir uns selbst auferlegt haben, konsequent um. Das hat in den vergangenen Jahren zu einer erfreulich niedrigen Infektionsrate der bei uns dialysierten Patienten geführt.

Kooperation mit Nierentransplantationszentren
Wir arbeiten intensiv mit Nierentransplantationszentren zusammen, bereiten Nierentransplantationen vor und führen die Nachsorge durch.

Auch Hepatitis B und / oder C positive Dialysepatienten werden in einem separaten Raum behandelt.

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