Patientin zwei Tage nach der Schilddrüsenoperation

Behandlung

Bei einer Operation muss das krankhaft veränderte oder funktionell überaktive (hyperthyreote) Schilddrüsengewebe vollständig entfernt werden. Gesundes Schilddrüsengewebe kann je nach Möglichkeit erhalten werden. Durch subtile Darstellung des Stimmbandnerven (Nervus laryngeus recurrens) sowie der vier Nebenschilddrüsen - die der Schilddrüse eng anliegen - kann heute in unserer Klinik durch Operateure, die über hohe Erfahrung in diesem Spezialbereich verfügen, das Komplikationsrisiko stark minimiert werden (z.B. Recurrensparese = Stimmbandnervlähmung, Hypocalcämie = Kalziummangel durch Entfernung der Nebenschilddrüsen).

Operation
Bei Schilddrüsenerkrankungen kann der Eingriff je nach Krankheitsbild von einer Entfernung eines einzelnen Knoten (Enukleationsresektion) über eine einseitige Lappenresektion (Hemithyreoidektomie) bis hin zur totalen Schilddrüsenentfernung (Thyreoidektomie) reichen. Bei einer bösartigen Schilddrüsenerkrankung erfolgt immer eine radikale Schilddrüsenentfernung (Thyreoidektomie) - falls notwendig mit Entfernung der Lymphknoten.

Die Operation erfolgt über einen drei bis fünf Zentimeter großen Schnitt, der mit einem speziellen Hautfaden und einer speziellen Nahttechnik versehen wird, damit die Narbe später möglichst wenig sichtbar ist.

Ein stationärer Aufenthalt aufgrund einer Schilddrüsenoperation dauert je nach Verlauf etwa drei bis sieben Tage.

Neuromonitoring und Lupenbrillentechnik
Jede Schilddrüsenoperation wird in unserer Klinik mit dem so genannten Neuromonitoring und bei Bedarf auch mit Lupenbrille durchgeführt, um den Stimmbandnerv, dessen Verletzung zu einer belegten oder heiseren Stimme führt, sicher zu identifizieren.

Oberstes Gebot: Die Sicherheit der Patienten
Wir verstehen die Schilddrüsenchirurgie als Krebs- beziehungsweise Krebsvorsorgeoperation. Die Schilddrüsenkrebs kann fast nie durch Untersuchungen vor der Operation, sonder nahezu nur durch radikale Entfernung des betroffenen Schilddrüsenanteils und seine feingewebliche Untersuchung festgestellt werden.

Kosmetische Aspekte werden hoch eingeschätzt, sollten jedoch immer der onkologisch erforderlichen Radikalität des Eingriffes nachgeordnet sein. Wenn verdächtige Knoten vorliegen, sind minimal-invasive Eingriffe nicht geeignet, das gesamte Organ Schilddrüse zu untersuchen. Dieses ist jedoch unbedingt nötig, da auch bei bester Voruntersuchung in etwa 50 Prozent  der Fälle zusätzlich verborgene Knoten vorliegen.

Für uns sind die Patientensicherheit und Risikominimierung oberstes Gebot, daher behandeln wir nach folgenden Maximen:

  • N.recurrens-Neuromonitoring bei jeder Schilddrüsenoperation; Das bedeutet dass eine kontinuierliche optische und akustische Darstellung der neurophysiologischen Aktivität von Nerven während der Operation erfolgt. Auf diese Weise kann das Verletzungsrisiko des Stimmbandnerves (N.recurrens) reduziert werden.
  • hochsteriles Arbeiten plus perioperative Antibiose (Gabe von Antibiotika während der Operation, um das Infektionsrisiko zu minimieren)
  • Einsatz von Lupenbrillen
  • angemessener Hautschnitt (3,5-5 cm) mit intrakutaner Hautnaht (innerhalb der Haut gelegene Naht)

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