Nephrologie / Dialyse

In der Nephrologie werden Patienten mit einer Einschränkung der Nierenfunktion sowie mit akuten und chronischen Nierenerkrankungen behandelt. Dabei ist unser Ziel, die Nierenfunktion bestmöglich zu stabilisieren. Welche Art der Therapie der Arzt beim Patienten anwendet, hängt einerseits von den Ursachen der Nierenerkrankung ab und andererseits vom Ausmaß der Schädigung des Nierengewebes. Ziel ist eine Nierenersatztherapie (Dialyse) möglichst lang hinauszuzögern oder zu umgehen. 

Nierenerkrankungen sind häufig Folge einer Vorerkrankung. So können die Nieren durch einen langjährig erhöhten Blutdruck oder Diabetes Mellitus in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb werden neben dem Nierenleiden die ursächlichen Vorerkrankungen (wie Bluthochdruck oder stark erhöhte Blutfettwerte) mitbehandelt.

DialyseWenn die Leistungsfähigkeit der Nieren schleichend oder akut sich verschlechtert, ist die Dialyse vorübergehend oder auch dauerhaft das Mittel der Wahl, diese organischen Verluste und Defizite aufzufangen und die Entgiftung und Entwässerung des Körpers sicherzustellen.

Bei einem chronischen Nierenversagen versucht man erst mittels medikamentöser Einstellung, Diät und angepasster Lebensweise die Dialyse hinauszuzögern. Erst wenn diese Maßnahmen nicht mehr greifen, ist die Dialyse angezeigt.

Im Katharinen-Hospital wählen wir ganz individuell und gemeinsam mit dem Patienten die für ihn geeignete Dialyseart und/oder Dialyseverfahren, um eine bestmögliche Effektivität der Dialyse zu gewährleisten und um für den Patienten möglichst wenig Beeinträchtigungen mit sich zu bringen.

Spezielle Diagnose – und Behandlungsmethoden

Wir bieten:

- Body Composition Monitor zur Bestimmung des Ernährungszustandes und Wasserhaushaltes

- Hemocontrol und Blutvolumenmonitoring : Ein spezielles in die Dialysemaschine integriertes Gerät  erkennt durch kontinuierliche Blutvolumenmessung einen kritischen Hydrationszustand des Patienten schon vor Auftreten von Komplikationen und steuert automatisch gegen. Dadurch kommt es zu weniger unangenehmen Begleiterscheinungen während der Dialyse.

- Als eine der wenigen Dialyseeinrichtungen in der Region verfügen wir über ein Shuntflussmessgerät, welches uns eine optimale Beurteilung des Shuntes ermöglicht. Komplikationen können frühzeitig erkannt und behoben werden.

 

Hohe Hygienestandards
In enger Absprache mit unserer Hygienefachkraft und beratenden Hygienefachärztin halten wir in der Dialyseabteilung besonders hohe Hygienestandards ein. Uns ist es ein besonderes Anliegen, das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Unser Pflegepersonal setzt   unsere umfangreichen Hygienevorkehrungen, die wir uns selbst auferlegt haben, konsequent um. Das hat in den vergangenen Jahren zu einer erfreulich niedrigen Infektionsrate der bei uns dialysierten Patienten geführt.

Behandlungsmöglichkeiten


  • Bei einem dauerhaften (terminalen) Nierenversagen steht den Patienten bei uns eine teilstationäre Dialysestation im Nebengebäude unter der Palliativstation mit 18 Plätzen zur Verfügung. Wir planen mit den Patienten die Dialysetage Montag, Mittwoch und Freitag, oder Dienstag, Donnerstag und Samstag und die für ihn bestmögliche Zeit in der Frühschicht oder Spätschicht. Das Anschließen an die Dialysemaschinen erfolgt üblicherweise morgens zwischen 06:45 Uhr und 08:00 Uhr oder mittags zwischen 12:00 und 13:15 Uhr. Ebenso planen wir mit den Patienten oder Angehörigen den Transport von zuhause oder einer Pflegeeinrichtung mit dem Taxi oder einem Krankentransport zur Dialyse. Auch um die Formalitäten mit den Krankenkassen kümmern wir uns.

  • Für alle Patienten, also auch für die Patienten, die sonst in einem anderen Dialysezentrum behandelt werden, übernehmen wir die Dialysen in enger Absprache mit dem Heimatnephrologen während eines stationären Aufenthaltes, egal ob es sich um die Hämodialyse über Shunt oder Katheter oder um die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) handelt.

    Dazu steht den Patienten eine kleine Dialyseeinheit im Hauptgebäude angegliedert an die Station 5B mit vier Dialyseplätzen zur Verfügung.

    An beiden Orten werden insgesamt pro Jahr rund 11.000 Dialysen durchgeführt.