Leistungsspektrum


Das Ärzte-Team der Kardiologie des Katharinen-Hospitals setzt die dem neuesten Stand der Medizin entsprechenden konservativen und invasiven Verfahren ein. Dafür ist die Innere Klink II / Kardiologie technisch hervorragend ausgestattet – unter anderem mit drei nach modernsten Gesichtspunkten eingerichteten Herzkatheterlaboren einschließlich Elektrophysiologielabor, Intensivstation sowie einem teilstationären und stationärem Dialysebereich. Neueste Medizintechnik bietet alle Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie bei Herz-Kreislauferkrankungen.


  • Folgende Erkrankungen sind Schwerpunkte der kardiologischen Versorgung im Katharinen-Hospital:

    • Herzinfarkt
    • koronare Herzkrankheit
    • Herzklappenfehler
    • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
    • Herzrhythmusstörungen
    • Entzündliche Herzerkrankungen
    • Bluthochdruck
    • strukturelle Herzerkrankungen

     

     

  • Das kardiologische Team führt sämtliche modernen Untersuchungsverfahren für Herz- und Kreislauffunktionen durch. Die Schwerpunkte liegen in der Diagnostik akuter und chronischer  Erkrankungen des Herzens. Für diese Aufgaben stehen drei Linksherzkathetermessplätze zur Verfügung. Bei akuten Herzerkrankungen – wie einem Herzinfarkt – ist schnelle Hilfe gefragt. Diese ist im Katharinen-Hospital durch die Herzkatheterlabore mit Notfallbereitschaft rund um die Uhr gewährleistet.

    Die technische Ausstattung der Kardiologie bietet hervorragende Möglichkeiten für die Diagnostik. Wir verfügen zudem über einen Multislice-CT (Mehrschicht-Spiral-Computertomograph zur gleichzeitigen bildlichen Darstellung mehrerer Schichten des Herzens und der Gefäße) und die Herz-NMR (nuclear magnetic resonance; Kernresonanz-Spektroskopie).

    Elektrophysiologie
    Zunehmend gehört die Erkennung von Herzrhythmusstörungen zu den diagnostischen Aufgaben dieser Abteilung. Dazu setzen wir moderne Verfahren der Elektrophysiologie ein. Mit Hilfe Elektrophysiologischer Untersuchungen kann die Art und der Mechanismus von Herzrhythmusstörungen festgestellt werden. Hierfür werden unter örtlicher Betäubung dünne Elektrodenkatheter über die Leistenvenen in das rechte Herz eingeführt. Über die Elektrodenkatheter werden nicht spürbare Impulse ausgelöst und die elektrischen Signale an verschiedenen Stellen des Herzens registriert. Häufig kann innerhalb dieser Untersuchung bereits der erkrankte Bereich mit Hochfrequenzstrom (Katheterablation) verödet werden. Mehr dazu finden Sie hier.

    Im Katharinen-Hospital stehen folgende Geräte und Verfahren zur Diagnosestellung zur Verfügung:

    • EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG, Tele-EKG, Spätpotentialanalyse, Langzeit-RR
    • Bodyplethysmographie
    • Spiroergometrie
    • Kipptisch
    • Echokardiographie (4D-Echokardiographie, Schluck-Echokardiographie, Stress-Echokardiographie, Kontrastmittel-Echokardiographie)
    • Gefäßdiagnostik mit Farbduplex-Verfahren inkl. Nierengefäßuötraschall
    • Herzschrittmacherkontrolle
    • Defibrilatorkontrolle
    • drei modernerne computergestützte digitale Herzkathetermessplätze
      - IVUS
      - FFR
      - OCT
    • Elektrophysiologie-Messplätze (3D-Mapping, EnSite Velocity/EnSite Precision)
    • Multislice-CT (Mehrschicht-Spiral-Computertomograph zur gleichzeitigen bildlichen Darstellung mehrerer Schichten des Herzens und der Gefäße)
    • Kardio-MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie; auch Kernspintomographie genannt)

  • Im Katharinen-Hospital ist die interventionelle Kardiologie ein wichtiger Schwerpunkt. Die interventionelle Kardiologie umfasst alle Katheter-Eingriffe am Herzen, die unter Röntgenkontrolle durchgeführt werden.

    Im Bereich der interventionellen Kardiologie werden Erkrankungen der Herzkranzgefäße behandelt - sei es als Notfall beim akuten Gefäßverschluss (Herzinfarkt) oder bei der stabilen Angina Pectoris (Beschwerden bei Gefäßverengung). Hierbei kommen Ballon- und Stentsysteme der neuesten Generation (medikamentenfreisetzende Stents - DES) zum Einsatz. In Sonderfällen kann auch ein medikamentenfreisetzender Ballon verwendet werden (DEB).

    Wir sind auf die Wiedereröffnung von chronischen Gefäßverschlüssen am Herzen spezialisiert (CTO), die sonst einer Bypassoperation zugeführt werden müssten. Wenn bei besonders schweren Gefäßverkalkungen eine Aufdehnung (PTCA) nicht möglich ist, kommt die Rotablation zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Bohrkatheter. 

    Bei komplizierten Engstellen an Gefäßverzweigungen setzen wir spezielle Stent-Techniken ein (Bifurkation).

    Manchmal gibt es unklare Befunde, die einer erweiterten Diagnostik bedürfen. Hierfür verwenden wir spezielle Messdrähte (FFR), mit denen Engstellen vermessen werden können. Außerdem nutzen wir in den Herzkranzgefäßen das Ultraschallverfahren IVUS.

    Einen akuten Kreislaufzusammenbruch schwersterkrankter Patienten können wir mittels einer speziellen Herz-Lungen-Maschine (Lifebridge) behandeln.

    Bei manchen Hochdruckpatienten liegt eine Nierenarterienverengung vor, die wir mit Ballon- und Stentverfahren aufdehnen können.

     

     


  • Etwa 100.000 Mal schlägt unser Herz am Tag – manchmal allerdings zu langsam, zu schnell oder unregelmäßig. Dann spricht man von einer Herzrhythmusstörung. Die Betroffenen haben das Gefühl, dass ihr Herz stolpert, rast, kurzzeitig aussetzt oder bis zum Hals klopft. Was genau dahinter steckt, kann mit Hilfe einer elektrophysiologischen Untersuchung erkannt werden. Das Katharinen-Hospital ist in dieser Fachdisziplin seit Jahren überregional führend. Mehr dazu finden Sie hier.

    Eine der Möglichkeiten, Herzrhythmusstörungen zu behandeln, ist die Verödungsbehandlung (die sogenannte Ablation). Sie kommt in Betracht, wenn eine Behandlung mit Medikamenten bei Patienten keinen Erfolg zeigt. Sie hat zudem den Vorteil, dass sie eine lebenslange Behandlung mit Medikamenten möglicherweise verhindern kann. Die Funktion einer Verödung ist, dass Teile des Herzgewebes, das für die Rhythmusstörung verantwortlich ist, gezielt "geschädigt" wird. Dies kann, je nach Notwendigkeit, durch Kälte oder Hitze erfolgen. Die Spezialisten der Rhythmologie sind erfahrene Fachleute, die im Einzelfall die Prozeduren planen und durchführen.

    Für die Patienten sind die Eingriffe in der Regel durch eine örtliche Betäubung schmerzfrei.

     

     

     

  • Zu den strukturellen Herzerkrankungen zählen unter anderem Herzklappenerkrankungen, Defekte der Herzscheidewände sowie Speichererkrankungen.

    Diese Erkrankungen können wir mit Katheterverfahren behandeln:

    • Vorhofseptumdefekt / ASD = atrialer Septumdefekt: An der Vorhofscheidewand bleibt eine dauerhafte Verbindung zwischen rechtem und linkem Vorhof.
    • PFO = persistierendes oder offenes Foramen ovale: An der Vorhofscheidewand öffnet und schließt sich die Verbindung zwischen beiden Vorhöfen wie ein Ventil.
    • Vorhofohr (LAA): Ausstülpung an der linken oberen Herzkammer, in der sich Blutgerinnsel bilden können
    • Mitralklappeninsuffizienz: „Undichtigkeit“ der Mitralklappe, die sich zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer befindet
    • Aortenklappenstenose: Verengung der Klappe zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader (Aorta)

    Die Defekte können zu Erkrankungen führen wie Herzschwäche, Luftnot, Vorhofflimmern und insbesondere Schlaganfall. Interventionelle Verfahren ermöglichen es, die Herzscheidewand (bei ASD und PFO) bzw. die Ausstülpung (LAA) zu verschließen.

    ASD- und PFO-Verschluss
    Im Herzkatheterlabor wird unter Röntgenkontrolle ein Doppelschirmchen von der Leistenvene bis in den linken Vorhof vorgeschoben. Dort wird eines der beiden Schirmchen geöffnet, so dass es die Scheidewand verschließt. Anschließend wird ein zweites Schirmchen im rechten Vorhof freigesetzt, sodass die beiden Schirmchen gemeinsam die Öffnung verschließen.

    Herzohrverschluss
    Über einen Katheter wird durch die rechte Leistenvene der Verschluss des Vorhofohrs mit einer schirmartigen Abdeckung vorgenommen. Der Herzohrverschluss ist für die Patienten mit Vorhofflimmern eine Alternative zur Blutverdünnung, wenn sie aufgrund von Unverträglichkeiten mit einer medikamentösen Therapie (z. B. Marcumar) nicht klarkommen.

    Mitraclip
    Dieses Verfahren wird über die Leistenvene durchgeführt. Hierbei wird mittels moderner Katheterverfahren eine Verbindung zwischen vorderem und hinterem Mitralsegel hergestellt: Anteile beider Segel werden auf eine kleine Spange aufgelegt, gefangen und durch Schließen des Clips aufeinander zubewegt.
    Patienten mit Mitralklappeninsuffizienz, denen eine medikamentöse Therapie alleine nicht mehr ausreicht, für die aber ein chirurgischer Eingriff am Herzen sehr risikoreich ist, bietet die Mitraclip-Therapie eine Alternative.

    TAVI
    In Zusammenarbeit mit dem Johannes-Hospital Dortmund können unsere Patienten mit minimalinvasiven Klappenersatzverfahren, die über Katheter in der Leiste eingesetzt werden, behandelt werden. Die Vorbereitung hierzu erfolgt in unserer Klinik und die Patienten werden von uns in Zusammenarbeit mit den Kollegen versorgt.


  • In der Notaufnahme des Katharinen-Hospitals behandeln wir Patienten mit Herzinfarkt-Symptomen nach den internationalen Richtlinien. Die hohe Qualität dieser Versorgung am Unnaer Krankenhaus beweist das Zertifikat „Chest Pain Unit“(= Brust-Schmerz-Einheit), mit der die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie die Klinik ausgezeichnet hat.
    Bei der „Chest Pain Unit“ handelt es sich um Untersuchungs- und Überwachungsplätze, die für die Abklärung bei kardiologischen Notfallpatienten speziell eingerichtet sind. Patienten mit unklaren Brustschmerzen oder akuter Atemnot werden unmittelbar in der Notaufnahme in die entsprechenden Untersuchungsräume gebracht und die notwendige Diagnostik zeitnah veranlasst. Alle Patienten werden sofort kontinuierlich und intensiv in der Herz-Notfallambulanz intensiv überwacht und betreut. So können Patienten ohne Zeitverluste der notwendigen Diagnostik und Therapie zugeführt werden.

    Das Zertifikat finden Sie hier.
     


  • Mit den drei Linksherzkathetermessplätzen des Katharinen-Hospitals gewährleisten wir eine 24-Stunden-Notfallbereitschaft für Herzinfarkte. Mit vielen umliegenden Krankenhäusern pflegen wir eine enge Kooperation, so dass sie uns die Versorgung ihrer Herzinfarktpatienten anvertrauen.  

    Bei Bedarf können wir auf unsere guten und engen Kooperationspartner der verschiedenen umliegenden Herzchirurgischen Kliniken zurückgreifen. 

    TAVI
    Patienten, die für einen minimalinvasiven Aortenklappenersatz (TAVI) infrage kommen, werden nach entsprechender Vorbereitung im Katharinen-Hospital von uns in enger Kooperation mit der Herzchirurgie/Kardiologie des Johannes-Hospitals Dortmund versorgt.

     

     


  • Wer mehr erfahren möchte: Weitere Informationen zu Herz- und Kreislauferkrankungen finden Sie unter diesen Links: