Leistungsspektrum

In der dermatologisch-phlebologischen Klinik ist das Ärzte-Team auf die Behandlung eines breiten Spektrums von dermatologischen Krankheitsbildern, besonders auf die Behandlung von Hautkrebs (Dermatoonkologie) beziehungsweise seinen Vorstufen, Gefäßerkrankungen (Phlebologie) und allergisch bedingte Erkrankungen der Haut und Schleimhäute spezialisiert.


  • Behandlungsschwerpunkte dieses Bereiches sind die ambulante und stationäre Therapie häufiger Krankheitsbilder wie

    • Neurodermitis
    • Schuppenflechte
    • Wundrose
    • Gürtelrose
    • allergische und nicht-allergische Ekzeme
    • sowie seltene Krankheitsbilder (z.B. Knötchenflechte, Autoimmunerkrankungen) und die weitere Abklärung primär unklarer Hauterkrankungen.

    Diagnostik
    Zur Diagnostik stehen neben der Untersuchung von Gewebeentnahmen (histologischen Untersuchung) unter anderem die gängigen allergologischen Testverfahren und ein Pilzlabor zur Verfügung.

    Therapie
    Im Rahmen der stationären Behandlung können die Mediziner im Katharinen-Hospital intensivierte Lokaltherapien, die Einleitung von Systemtherapien bei therapieresistenten und ausgedehnten Befunden, Insektengift-Hyposensibilisierungsverfahren sowie verschiedene UV-Bestrahlungsbehandlungen inklusive PUVA durchführen.


  • Die Phlebologie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie von Venenerkrankungen. Ihre Krankheitsbilder sind in Deutschland ein Volksleiden. Nahezu jeder Zweite ist betroffen. Im Katharinen-Hospital bilden die Diagnostik und Therapie von Venenerkrankungen einen Schwerpunkt innerhalb der Abteilung.

    Krankheitsbilder
    Die Venen sind die Gefäße, in denen das Blut zum Herzen transportiert wird. Ein Defekt der Gefäße kann zu verschiedenen Krankheitsbildern führen:

    • Besenreiser
    • Krampfadern (Varizen)
    • Hämorrhoiden
    • Thrombophlebitis (oberflächliche Venenentzündung)
    • Phlebothrombose (tiefe Venenthrombose)
    • Chronisch venöse Insuffizienz – CVI (verschiedene klinische Bilder bis hin zum offenen Bein; Ulcus cruris)

    Diagnostik
    Zur Diagnostik von Gefäßerkrankungen steht ein hochmodernes farbkodiertes Duplexsonographiegerät zur Verfügung. Mit Hilfe dieses Verfahrens können die Mediziner Klappendefekte bei Krampfaderleiden (Varikose) lokalisieren. Außerdem ermöglicht diese Technik, den Blutstrom und die Wandstrukturen der Gefäße im Rahmen der Thrombosediagnostik darzustellen sowie Unterschenkelödeme zu beurteilen. Bei Patienten mit unklarem Untersuchungsbefund kann unser Ärzte-Team auf die Venendarstellung mittels Kontrastmittelgabe (Phlebographie) zurückgreifen.

    Therapie
    Therapeutisch führen wir alle konservativen Therapiemaßnahmen im Rahmen der arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen durch. Der Schwerpunkt liegt in der Behandlung der verschiedenen Stadien des Krampfaderleidens (Varikose). Im Einzelnen werden angeboten:

    • die operative Sanierung krankhaft veränderter Stammvenen der Beine mittels Crossektomie und Stripping („klassische“ Venenoperation) je nach Befund stationär oder ambulant in Vollnarkose oder lokaler Betäubung (Tumeszenzanästhesie).
    • die Behandlung krankhaft veränderter Stammvenen mit einem neuen, minimalinvasiven unblutigen Verfahren, der endoluminalen Radiowellentherapie in Tumeszenzanästhesie. Privatpatienten werden wie üblich auf Rechnungsstellung nach der Gebührenordnung für Ärzte behandelt. Für gesetzlich versicherte Patienten ist der Eingriff kostenpflichtig. Genauere Informationen erhalten Sie im Rahmen eines Beratungsgespräches in unserer Abteilung.
    • die operative Sanierung von Seitenastvarizen mittels Miniphlebektomie (Häkelmethode durch wenige Millimeter große Hautschnitte).
    • die Schaumverödung (Sklerosierung) oberflächlicher Venen bis hin zu Stammvenen und Perforansvenen.
    • die operative Sanierung von Unterschenkelgeschwüren (Ulkus) im Zusammenhang mit einer ursächlichen Therapie.
    • die Kompressionstherapie chronischer Stauungssyndrome und Lymphödeme (Lymphdrainage, Kurzzugbinden, apparative intermittierende Kompression).
    • die Sklerosierung von kosmetisch störenden Besenreisern (Selbstzahlerleistung).

    Welches Verfahren individuell in Frage kommt, wird persönlich mit unseren Patienten nach einem ausführlichen Gespräch und der individuellen Befunderhebung im Rahmen der phlebologischen Sprechstunde erläutert.

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    Die Abteilung für Dermatologie im Katharinen-Hospital bietet eine fachkompetente, spezialisierte und interdiziplinäre Versorgung von bösartigen Haut- und Schleimhauttumoren (u.a. Maligne Melanome, Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome, Lymphome an der Haut, Merkelzellkarzinome, Sarkome an der Haut). 

    Dabei finden alle modernen diagnostischen und operativen Verfahren einschließlich der Lymphknotensonographie und Wächterlymphknotenbiopsie (Sentinel-Lymphknotenbiopsie) nach entsprechender Vorsorgeuntersuchung Anwendung. Hierzu stehen der dermatologischen Abteilung moderne Operationssäle und Eingriffsräume in direkter Anbindung zur Ambulanz zur Verfügung. Dies ermöglich eine enge Betreuung, Behandlung und regelmäßige Nachsorge eines Patienten mit einem Hauttumor auf höchstem Niveau (z.B. im Rahmen einer adjuvanten Interferontherapie beim Malignen Melanom)

    Die enge interdisziplinäre Kooperation mit weiteren Fachabteilungen im Katharinen-Hospital (wie u.a. der Radiologie und Hämato-Onkologie) erweitert darüber hinaus die Behandlung und Nachsorge bei Patienten mit fortgeschrittenem Hautkrebs (Stadium III/IV). 

    Die Vorbeugung von bösartigen Hauttumoren ist ein ebenso wichtiger Baustein der dermatoonkologischen Versorgung und wird fachkompetent durch das erfahrene Ärzte-Team der Klinik für Dermatologie unter Zuhilfenahme von u.a. einer computergestützten Muttermalkontrolle (Fotofinder) angeboten.

    Zur Behandlung flächiger Hautveränderungen und vor allem bei Krebsvorstufen (aktinische Keratosen) stehen neben modernen Laserverfahren die photodynamische Therapie (PDT) zur Verfügung.


  • Dieser Bereich der Dermatologie beschäftigt sich mit akuten und chronischen Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen an der Haut und den angrenzenden Schleimhäuten. Bei der „echten“ Allergie findet eine spezifische, reproduzierbare immunologische Reaktion auf eine Substanz statt, bei der Unverträglichkeitsreaktion liegen diese Reaktionsmuster nicht vor.

    Zu den sogenannten allergischen Soforttypreaktionen zählen der Heuschnupfen, das allergische Asthma bronchiale sowie die Insektengiftallergien.
    Zu den allergischen Spättypreaktionen zählen Kontaktallergien wie die Nickelallergie oder Ekzeme auf Salbengrundlagen oder Duftstoffe.

    Es gibt noch andere, seltene Reaktionsmuster, sowie sogenannte nicht allergisch bedingte Unverträglichkeitsreaktionen. Hierzu zählen die Nesselsucht, das Angioödem oder auch Reaktionen nach Einnahme von Medikamenten oder Lebensmitteln (welche selten auch allergische Reaktionen auslösen können).

    Zur Diagnostik und Therapie stehen uns im Katharinen-Hospital neben einer ausführlichen Anamnese die gängigen Diagnostikverfahren (Bluttests, Hauttests, Provokationstestungen) sowie Therapieverfahren (insbesondere Desensibilisierungsverfahren) zur Verfügung.

    Der Beginn einer Desensibilisierung bei Insektengiftallergie kann nach entsprechender ambulanter Abklärung auch stationär durchgeführt werden.