Schmerztherapie


Das Ärzte-Team  behandelt Schmerzpatienten aller Abteilungen beratend nach einem einheitlichen Konzept, dem die Kriterien des „Schmerzfreien Krankenhauses“ zugrunde liegen. Die Patienten im Katharinen-Hospital erhalten eine Schmerztherapie, die für sie persönlich ausgearbeitet ist. Dabei sind wir auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Patienten angewiesen. Nehmen Sie uns beim Wort: Sprechen Sie bitte jederzeit unser Personal auf Ihrer Pflegestation oder direkt die Ärztinnen und Ärzte an, wenn Sie Fragen oder Probleme haben. Auch unsererseits fragen wir die Patienten ganz regelmäßig nach ihren Schmerzen, um eine optimale Therapie durchführen zu können.

Schmerzambulanz
In der Schmerzambulanz des Katharinen-Hospitals behandeln wir Patienten mit chronischen Schmerzen. Die Therapie erfolgt nach Überweisung durch andere Fachdisziplinen, Krankenhäuser oder niedergelassene Ärzte. Jährlich behandeln wir mehr als 5.000 Patienten in der Schmerzambulanz des Katharinen-Hospitals.

Für eine optimale Behandlung von Schmerzpatienten wurde ein Schmerzdienst eingerichtet. Dieser besteht aus einer Fachärztin für Anästhesiologie mit Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie und einer in der Schmerztherapie weitergebildeten Arzthelferin, der so genannten „Pain Nurse“.

Zur Schmerztherapie im Katharinen-Hospital Unna gehören:

  • Postoperative Verfahren der Schmerztherapie
  • Organisation und Weiterentwicklung allgemeiner schmerztherapeutischer Verfahren, die in Eigenregie der bettenführenden Abteilung angewandt werden.
  • Spezielle Verfahren wie PCA (Patienten kontrollierte Opiatapplikation), PCEA (Patienten kontrollierte epidurale Applikation),
  • Kontinuierliche regionale Analgesieverfahren
  • Diagnostik chronischer Schmerzzustände
  • Multimodale, multiprofessionelle Schmerztherapie

Folgende Krankheitsbilder behandeln wir im Katharinen-Hospital in der Schmerztherapie:

  • Chronischer Schmerz
  • Chronischer Rückenschmerz
  • Kopfschmerz
  • Somatoforme Schmerzstörung (Schmerzen, die sich nicht eindeutig auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen)
  • Opiatabhängigkeit (Abhängigkeit von Betäubungsmitteln)
  • Diazepamabhängigkeit (Abhängigkeit von Beruhigungs-/Schlafmitteln)

  • Starke Schmerzen beispielsweise nach einer Operation sind nicht nur eine unangenehme Sinneswahrnehmung, sie können auch mit einer Reihe von negativen Konsequenzen verbunden sein. Durch eine schmerzbedingte Beeinträchtigung der Atmung und des Abhustens können unter Umständen Infektionen und Funktionsstörungen der Lunge ausgelöst werden. Durch die Stressreaktion auf Schmerzen kann der Heilungsverlauf gestört und das Herz-Kreislaufsystem belastet werden. Starke akute Schmerzen können manchmal auch zu einem chronischen Schmerzleiden führen, um nur einige Probleme zu nennen.

    Eine konsequente und gute Behandlung Ihrer Schmerzen ist für uns im Katharinen-Hospital eine Verpflichtung. Daher wurden für alle Bereiche Schmerztherapie-Standards entwickelt. Direkt nach der Operation werden Ihre Schmerzen noch im Operationssaal oder im Aufwachraum von uns behandelt.

    In bestimmten Fällen bieten wir dafür kontinuierliche Regionalanalgesie-Verfahren an und übernehmen, in Zusammenarbeit Ihren Ärzten, auch die Behandlung der Schmerzen auf den Stationen.


  • Sehr viele Menschen leiden unter chronischen Schmerzen. Vor allem Kopf- und Rückenschmerzen gehören zu den Problemen. Medikamente können hierbei helfen; angesichts möglicher Nebenwirkungen für Magen, Leber und Nieren haben aber viele Menschen Sorgen. Wenn zudem Tabletten nicht mehr helfen, verzweifeln viele. Unter schmerztherapeutischen Aspekten erfassen wir die Zusammenschau aller Ihrer Vorbefunde. Das Leitwort für die dann angestrebte Therapie lautet: ganzheitliche Schmerztherapie.

    Einen Ausweg aus der Schmerzspirale bieten heute die modernen Schmerztherapien, die auch am Katharinen-Hospital zum Einsatz kommen. Wir führen anschließend eine spezielle schmerztherapeutische Diagnostik durch. Die Therapie selbst umfasst dann neben den Möglichkeiten der medikamentösen Therapie auch Verhaltenstherapien und Entspannungsverfahren. Durch die Zusammenarbeit im interdisziplinären Team mit Seelsorgern, Psychologen, Sozialpädagogen, Physiotherapeuten und weiteren Fachleuten können hier hervorragende Ergänzungen im Sinne der ganzheitlichen Betreuung umgesetzt werden.

    In diesem Netzwerk können unsere speziell ausgebildeten Schmerztherapeuten über moderne Behandlungskonzepte chronische Schmerzen erfolgreich therapieren.


  • Die Behandlungsmöglichkeiten für Schmerzpatienten am Katharinen-Hospital Unna sind:

    • Multimodale Schmerztherapie (umfassende Behandlung des Schmerzzustandes)
    • Gesprächspsychotherapie als Einzeltherapie
    • Schmerztherapeutische Physiotherapie
    • Patientenkontrollierte Epiduralanalgesie
    • Plexusanalgesie
    • Komplexe Akutschmerztherapie
    • Multimodale Akutschmerzbehandlung
    • Einsatz von Schmerzpumpen
    • Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS, englisch transcutaneous electrical nerve stimulation;        elektromedizinische Reizstromtherapie)

  • Die multimodale Schmerztherapie ist ein entscheidender Schwerpunkt der Fachabteilung von Chefarzt Dr. Martin Kelbel. Dieser Therapieansatz bezieht sämtliche Facetten der Schmerzentstehung in ein ganzheitliches Konzept ein. Dazu gehören neben dem Symptom Schmerz selbst die individuelle Einstellung, die Überzeugung des Patienten, die psychische Belastung, das Krankheitsverhalten und die sozialen Konsequenzen. Um alle diese Komponenten zu berücksichtigen, arbeitet ein Team aus verschiedenen Disziplinen eng zusammen. Dazu zählen Mediziner, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten sowie speziell ausgebildetes Pflegepersonal. Der Fokus liegt dabei auf der schmerztherapeutischen Versorgung der stationären Patienten im gesamten Haus.