Im Notfall

In der Notaufnahme werden Notfallpatienten durch ein interdisziplinäres, kompetentes Team von Ärzten und Pflegenden behandelt. Es stehen eine moderne Medizintechnik sowie mehrere Monitorüberwachungsmöglichkeiten zur Verfügung.

CPU
Integriert in unsere Notaufnahme ist eine zertifizierte „Chest pain unit“ (CPU, Brust-Schmerz-Einheit) für Patienten mit unklaren Brustschmerzen. Die medizinischen Abläufe sind auch hier maximal standardisiert und optimiert.

MTS
Es findet eine Ersteinschätzung aller Patienten nach Dringlichkeitsstufen durch geschultes, erfahrenes Personal statt (MTS).

Durchgangsärztliche Zulassung
Die berufsgenossenschaftliche Unfallambulanz (BG), in der Arbeits-, Wege- und Schulunfälle versorgt werden, ist 24 Stunden besetzt. Bei einem Arbeitsunfall sind Angaben zur zuständigen Berufsgenossenschaft wichtig.

Hausärztlicher Notdienst
Außerhalb der Öffnungszeiten der Arztpraxen steht ein kassenärztlicher Notdienst zur Verfügung. Dieser ist in den Räumlichkeiten der Notaufnahme zu finden.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nach Dringlichkeit versorgen und einige Behandlungen sofort erfolgen müssen, während andere etwas warten können.

Notdienst im Katharinen-Hospital

Notaufnahme im Katharinen-Hospital
Tel. 02303/100-1850

Hausärztlicher Notdienst im Katharinen-Hospital Unna
Tel. 02303/100-1850
geöffnet:

  • Mo, Di, Do 19 bis 21 Uhr
  • Mi, Fr  15 bis 21 Uhr
  • Sa, So und an Feiertagen 9 bis 21 Uhr


Zentrale Nummer für den Notdienst der Hausärzte
Tel. 116 117

Telefonnummern für den Notfall


  • Feuerwehr, Rettungsdienst & Notarzt

    112

    Polizei
    110

    Hausärztlicher Notdienst
    Tel. 116 117

    Hausärztlicher Notdienst im Katharinen-Hospital Unna
    Tel. 0 23 03 100-1850

    Notaufnahme im Katharinen-Hospital
    Tel. 0 23 03 100-1850

    Gift-Notrufzentrale
    030 19 24 0

    Apothekennotdienst
    Notdienstkalender im Internet

    Telefonseelsorge
    0800 11 10 22 2

    Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen
    0800 0 116 016

    AIDS-Hilfe im Kreis Unna
    0 23 03  19 411

    „Nummer gegen Kummer“ (Kinder- und Jugendtelefon)
    11 61 11

    Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (K.I.S.S.) im Kreis Unna
    0 23 03  27 28 29

Gut zu wissen für den Notfall


  • Lieber sofort ins Krankenhaus, statt erst zum Hausarzt? Eigentlich ist die Entscheidung recht einfach, wenn man den Begriff „Notaufnahme“ einmal ganz wörtlich nimmt: Es ist eine Aufnahme für medizinische Notfälle – die umgehend ambulant versorgt oder bei Bedarf stationär weiterbehandelt werden müssen. Wer sich allerdings die Wartezeit auf den nächsten Facharzttermin ersparen möchte, unter einer Erkältung leidet, ein Rezept oder eine Krankschreibung benötigt, ist kein medizinischer Notfall. Ein Knochenbruch, heftige Bauchschmerzen oder eine klaffende Wunde – mit akuten Beschwerden dieser Art sind Sie in der Notaufnahme hingegen genau richtig! In unseren drei Krankenhäusern des Katholischen Hospitalverbundes Hellweg sind unsere Notaufnahmen in Unna, Werl und Soest rund um die Uhr für Sie geöffnet. Einige Menschen werden mit lebensbedrohlichen Beschwerden – zum Teil auch mit dem Rettungswagen – in die Notaufnahme gebracht. Manchmal ist bei der Notfallbehandlung schnelles Handeln in wenigen Sekunden oder Minuten  entscheidend. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass wir nach Dringlichkeit versorgen und einige Behandlungen sofort erfolgen müssen, während andere etwas warten können. 


  • Für den Notfall ist der Notruf gedacht. Wenn Sie umgehend medizinische Hilfe benötigen, die keinen Aufschub duldet, dann ist die 112 die richtige Telefonnummer. Zögern Sie nicht mit dem Notruf bei den typischen Symptomen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls, bei sehr starken Schmerzen, starker Luftnot, hohem Blutverlust, einer plötzlich einsetzenden Geburt, starken Verbrennungen und Verletzungen und Krampfanfällen! Wer sich in diesen oder ähnlichen Situationen unter 112 meldet, erreicht nicht nur in Deutschland, sondern europaweit rund um die Uhr geschulte Mitarbeiter, die sofort den Rettungswagen und/oder Notarzt schicken.


  • Der ärztliche Notdienst ist für Sie da, wenn die reguläre Sprechstunde der Hausärzte beendet ist. In diesen Zeiten – abends und auch am Wochenende – können Sie sich mit nicht-lebensbedrohlichen Beschwerden, mit denen Sie sonst Ihren Hausarzt aufsuchen würden, an den Notdienst wenden. Er ist bundesweit und kostenlos unter der Nummer 116 117 erreichbar. Auch Hausbesuche sind bei Bettlägerigkeit möglich. In der Regel muss allerdings eine Bereitschaftsdienstpraxis aufgesucht werden, über deren Lage und Öffnungszeiten die Mitarbeiter unter der Telefonnummer 116 117 informieren. Der ärztliche Bereitschaftsdienst leitet bei Bedarf den Patienten selbstverständlich in die Notaufnahme weiter – zum Beispiel, wenn eine stationäre Behandlung und Diagnostik erforderlich sein sollten.


  • Medikamente, Reinigungsmittel, Lampenöle, Chemikalien, Alkohol, Nikotin, bestimmte Pflanzen oder Pilze sowie verdorbene Nahrungsmittel können den Körper „vergiften“. Tritt Erbrechen oder Bewusstlosigkeit im Zusammenhang damit auf, dann die 112 wählen! Sie haben noch keine Probleme, aber den Verdacht auf eine Vergiftung? Dann kann Ihnen die Giftinformationszentrale Berlin (Tel. 030/19240) weiterhelfen. Wichtig bei diesem Anruf: Machen Sie möglichst genaue Angaben über die Art der vermutlich giftigen Substanz, den Zeitpunkt und die Menge der Einnahme sowie Alter und Gesundheitszustand des Betroffenen.

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    Starke anhaltende Schmerzen in der Brust, Brennen hinter dem Brustbein mit Ausstrahlung in Arme, Kiefer, Rücken oder Oberbauch, Engegefühl in der Brust (manchmal verbunden mit Angstzuständen), Schweißausbrüche, Übelkeit und Erbrechen – das alles können Hinweise auf einen Herzinfarkt sein. Dann gilt es, keine Zeit zu verlieren. Bei der Behandlung eines Herzinfarktes zählt jede Minute. Also sofort 112 wählen! Einige Kliniken haben sich auf die notfallmäßige Behandlung von Herzinfarktpatienten besonders eingerichtet: Sie verfügen im Bereich der Notaufnahme über eine sogenannte „Chest Pain Unit“ (englisch für Brust-Schmerz-Einheit). Das Katharinen-Hospital Unna ist in diesem Bereich bereits seit Jahren offiziell zertifiziert. In der Chest Pain Unit steht eine hochmoderne Ausstattung mit besonders kurzen Wegen zur Verfügung, die medizinischen Abläufe hier sind maximal standardisiert und damit optimiert. Patienten mit unklaren Brustschmerzen oder akuter Atemnot werden unmittelbar in der Notaufnahme in die entsprechenden Untersuchungsräume der Chest Pain Unit gebracht und die notwendige Diagnostik zeitnah veranlasst. In der Herz-Notfallambulanz werden die Patienten sofort kontinuierlich und intensiv überwacht und betreut. So lässt sich ein Herzinfarkt unverzüglich erkennen und zielsicher behandeln. 


  • In einem Notfall muss es häufig sehr schnell gehen. Falls es Ihnen jedoch möglich ist, ist es für uns hilfreich, wenn Sie folgende Dokumente mitbringen: 

    • Krankenkassen-Chipkarte
    • falls vorhanden: Einweisung des behandelnden Arztes
    • falls vorhanden: vorhandene Arztbriefe
    • falls vorhanden: Ihre Medikamentenliste
    • falls vorhanden: Herzschrittmacherausweis, Marcumarausweis, Allergieausweis, Impfausweis
    • evtl. Personalausweis

Behandlung nach Dringlichkeit


  • In der Notaufnahme des Katharinen-Hospitals Unna sind wir selbstverständlich bemüht, uns so schnell wie möglich um alle Patientinnen und Patienten zu kümmern und diese möglichst umgehend einem Arzt der entsprechenden Fachabteilung zuzuführen. Patienten in Lebensgefahr und mit besonders akut zu versorgenden Erkrankungen müssen hierbei immer zuerst versorgt werden. Um den Patientenfluss in der Notaufnahme sinnvoll zu steuern, greifen wir auf das "Manchester Triage System", kurz MTS, zurück.

    Ablauf
    Nach dem Eintreffen der Patienten in der Notaufnahme suchen speziell dafür geschulte Mitarbeiter das Gespräch mit ihnen, um sich ein Bild von der aktuellen gesundheitlichen Situation zu machen. Auch erste Voruntersuchungen (z.B. EKG, Messung der Vitalparameter) erfolgen kurzfristig, ebenso wie das Anlegen von Verbänden und Schienen. Für alle weiteren Schritte unterstützt uns das MTS. Es beinhaltet die Einschätzung des Schweregrades der jeweiligen Erkrankung. Daraus leiten sich farblich unterschiedliche Kategorien ab, die wiederum die Dringlichkeit des Arztkontaktes optisch deutlich machen.

    Behandlungsreihenfolge nach Dringlichkeit
    Diese Farben nutzen wir innerhalb des MTS intern zur Strukturierung:

    • Rot (absolute Lebensgefahr) > Arztkontakt muss sofort erfolgen
    • Orange > Arztkontakt sollte sehr dringend erfolgen
    • Gelb > Arztkontakt sollte dringend erfolgen
    • Grün > Arztkontakt sollte im normalen Zeitrahmen erfolgen
    • Blau > Arztkontakt ist nicht dringend

    Die Kategorisierung legt die Reihenfolge fest, in der wir die Patienten behandeln und sie dem diensthabenden Arzt der jeweiligen Fachabteilung  zuführen.

    Wir wenden das MTS sowohl für die Patienten an, die selbstständig notfallmäßig zu uns kommen, als auch für diejenigen, die vom Rettungsdienst gebracht werden.  Das MTS ist ein Instrument im Bereich des Risikomanagements.

    Zuerst: Patienten in Lebensgefahr
    Wenn in der Notaufnahme Patienten mit akut lebensbedrohlichen Erkrankungen eintreffen, müssen wir diese sofort – vor allen anderen – behandeln. In den meisten Fällen werden diese Patienten mit dem Rettungsdienst gebracht.  Die Einfahrt für die Fahrzeuge des Rettungsdienstes ist vom Wartebereich aus allerdings nicht zu sehen. Daher kommt es bei den dort Wartenden manchmal zu Irritationen. Um das zu vermeiden, versuchen wir, die Patienten im Wartebereich zu informieren, falls diese Situation eintrifft.

    Wartezeiten
    Es kommt dann zu Wartezeiten, wenn ein anderer Patient schwerer erkrankt oder verletzt ist und zuerst behandelt werden muss. Diese ganz akuten Notfälle sind nicht planbar, so dass die Abläufe in der Notaufnahme darauf angepasst werden müssen. Wir bitten Sie dafür um Verständnis. Auch wenn ein Facharzt benötigt wird, der aktuell noch in einer dinglicheren Behandlung ist, lässt sich eine Wartezeit leider nicht vermeiden.

    Wir tun, was wir können
    Uns ist bewusst, dass Patienten mit einem Leiden zu uns in die Notfallaufnahme kommen, das für sie dringlich ist. Wir behandeln alle uns anvertrauten Patienten nach bestem Wissen und Gewissen und tun wirklich alles für Sie. Dennoch haben wir keine unendlichen Ressourcen. Und: Auch wir haben Emotionen und nur zwei Arme und zwei Beine und können nicht überall gleichzeitig sein – selbst wenn wir es gerne würden.