Puppentheater zu Tod und Trauer berührt ganz tief

Ein Mensch stirbt. Da ist Trauer, Abschiedsschmerz, Wut und Verzweiflung. Ganz viel Gefühl. Und dann, später, kommt auch Trost. Und Hoffnung. Und das Leben geht - bei allem Schmerz - auch mit guten Momenten weiter. Alles das brachte Sonja Lenneke tief beeindruckend und ganz ohne Worte mit ihren selbstgestalteten Figuren auf die Bühne des Kühlschiffes. Im Publikum: Schüler aus den 3. Klassen mehrerer Unnaer Grundschulen.

Es war eine ungewöhnliche Idee der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Palliativzentrums. Im Team war der Wunsch entstanden, anlässlich des 20-jährigen Bestehens auch für Kinder ein Angebot zu machen. Keine leichte Aufgabe, denn die Themen Abschied, Tod und Trauer kindgerecht umzusetzen, musste sensibel angegangen werden.

Bernadette Stock und Lars Piening aus dem Pflegeteam stellten vor diesem Hintergrund den Kontakt zum Figurentheater „hand und raum“ her. Die Künstlerin und Pädagogin Sonja Lenneke lässt Figuren auf der Bühne lebendig werden, die auf dem Weg durch die Trauer sind. Ganz ohne Worte und Musik erlebten die kleinen Zuschauer und ihre Begleitungen im Kühlschiff die Tiefe des Themas Trauer, die ganze Bandbreite an Gefühlen und die Entwicklung bis hin zu neuer Kraft, mit der man die Schritte ins Leben zurückgehen kann.

Die Intensität, mit der die Kinder das Puppenspiel verfolgten, die Ruhe, das Interesse nach Austausch danach, zeigte: Das Konzept des Palliativ-Teams ging sehr gut auf. Nicht nur die Grundschulkinder, auch die erwachsenen Begleiter, Lehrerinnen und Eltern, waren tief beeindruckt. Und konnten sich gut über Tod und Trauer austauschen. „Für uns ist genau das wichtig, dass dies wieder mehr in unserer Gesellschaft sichtbar und möglich ist“, betont das Palliativ-Team.